Klein mit dem diesjährigen Culture for Humanity Award der Rogatchi-Stiftung ausgezeichnet worden

Typ: Pressemitteilung , Datum: 07.02.2025

Die in Finnland ansässige Stiftung ehrt mit dem Preis die Bemühungen Kleins um die Wiederherstellung, Bewahrung und Förderung jüdischer Musik und Kultur - nicht nur als Beauftragter der Bundesregierung, sondern auch als Mitglied des Diplomatischen Streichquartetts, das sich der Sichtbarmachung des jüdischen Kulturerbes verschrieben hat.

Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, ist der diesjährige Preisträger des Culture for Humanity Award der in Helsinki ansässigen Rogatchi-Stiftung. Er werde für seine Bemühungen zur Wiederherstellung, Bewahrung und Förderung jüdischer Musik und Kultur geehrt, sowie für seinen „stetigen Beitrag zur Wahrung von Gerechtigkeit, Fairness, Anstand und Menschlichkeit nicht nur auf höchster Regierungsebene, sondern auch im öffentlichen Leben in Deutschland und darüber hinaus“, teilte die Stiftung mit. Den Preis in Form eines großformativen Gemäldes, das eine Person mit Geige zeigt, nahm Klein am 11. Februar in Helsinki aus den Händen des Ehepaares Inna und Michael Rogatchi entgegen.

Felix Klein hält gemeinsam mit Michael Rogatchi ein Gemälde Felix Klein hält gemeinsam mit Michael Rogatchi ein Gemälde (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Quelle: Alice Penz

 Dr. Felix Klein sagte:

„Nicht nur als Beauftragter der Bundesregierung, sondern auch als Mitgründer und Mitglied des Diplomatischen Streichquartetts, das sich der Sichtbarmachung des jüdischen Kulturerbes verschrieben hat, ist diese Auszeichnung für mich eine große Ehre. Der exterminatorische Antisemitismus der Nationalsozialisten hatte zum Ziel, alles jüdische Leben zu zerstören.

 Die Feier jüdischer Musik und Kultur bringt kein zerstörtes Leben zurück. Sie macht kein Unrecht wieder gut. Und doch stellt sich jede gespielte Note, jedes gesungene Lied ein stückweit gegen die Ungerechtigkeit, gegen die zivilisationslose Barbarei. Wer heute ein Stück verfemter Künstler hört, wer von den gefühlvollen Tönen bewegt wird, setzt sich mit der eigenen Humanität und der seines Gegenübers auseinander. Und genau diese Auseinandersetzung ist mir wichtig.“

 Mit dem Culture for Humanity Award zeichnet die Rogatchi-Stiftung Persönlichkeiten aus, die sich auf besondere Art und Weise um Kunst und Kultur verdient gemacht haben und dabei humanistische Grundwerte vertreten. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Persönlichkeiten der internationalen Kultur-, Kunst- und Wissenschaftsszene aus Finnland, Litauen, Österreich, den USA, dem Vereinigten Königreich und Italien, darunter Maestro Evgeny Kissin, der Architekt Rainer Mahlamäki, die Bildhauerin Varda Yoran oder der Philanthrop Glynn Cohen.

 Die Stiftung wurde 2004 von der Schriftstellerin, Wissenschaftlerin, Filmemacherin und Künstlerin Inna Rogatchi und ihrem Ehemann, dem Künstler Michael Rogatchi, gegründet. Beide engagieren sich seit Ende der 1980er Jahre in internationalen Wohltätigkeitsaktivitäten.